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Stefano (rechts im Bild) ist Sportler. Durch und durch. Fußball, Kick-Boxen, Tennis, Basketball, Rugby – egal, Hauptsache Bewegung. Da passt ja so ein Startup wunderbar dazu. Gründen ist schließlich auch irgendwie so was wie Sport. Jedenfalls was das Durchhaltevermögen und den Willen angeht. Ein Teamsport, um es genau zu nehmen. Denn Stefano ist natürlich nicht alleine. Gemeinsam mit Antonio und Corrado treibt er die Internationalisierung des Unternehmens voran.

Ursprünglich kommen die Drei aus dem sonnigen Italien. Hier erhielten sie erste finanzielle Starthilfe von einem Business-Angel, der fest an ihren Erfolg glaubt und den Start ermöglichte. Für das Förderprogramm „Rockstart“ dann zogen sie nach Amsterdam. Dort sitzt mittlerweile ihr Headquarter. Nach Bremen lockte sie kraftwerk und die Möglichkeit, europaweit in den Markt einzusteigen. „Mit einem Partner wie der swb und den entsprechenden Netzwerken dahinter ist der Start und die Platzierung natürlich um vieles einfacher und vielversprechender“, erklärt Stefano ihre Entscheidung.

Von Haus aus ist Stefano Betriebswirtschaftler, studierte Business Administration – und kennt sich mit der Technik nicht in der Tiefe aus, wie er lachend einräumt. Aber das muss er auch nicht. Der Techniker im Team ist Antonio, auch wenn dieser ursprünglich ein Rechtsanwalt ist. Deswegen redet Stefano aber keinen Deut weniger begeistert von den Möglichkeiten des eigenen Produktes. „Es bieten sich damit so viele verschieden Möglichkeiten“, schwärmt er. Bis zu 85% Energie können Kommunen einsparen. „Wenn Lampen nur mit hundertprozentiger Kraft strahlen, sobald sich eine Person direkt darunter befindet und in der restlichen Zeit auf ein Minimum zurückfährt, bedeutet das ein unglaubliches Einsparpotenzial.“ Der Aspekt des Energiesparens ist ein großes Argument. Dann aber tun sich all die Nutzungsmöglichkeiten hinter der Vernetzung und Kommunikation auf. Dinge, die wir aus dem Bereich der „Smart Homes“ kennt lassen sich hier in die Stadt übertragen. Die Müllentsorgung ließe sich optimieren. Orientierung für Touristen ist denkbar und kann mit der Werbung für ortsansässige Unternehmen gekoppelt werden. Oder die Parksituation in Innenstädten. „In Amsterdam dürfen nicht alle überall parken, aber die Kontrolle ist schwierig und so tun es viele trotzdem.“ GEOLUMEN bietet die Möglichkeit, diese Kontrolle durch smarte Technologie zu lösen. „Eine Parkerlaubnis verbindet sich mit einem Sender am Parkplatz. Gibt es keine Nutzungserlaubnis, warnt ein Lichtsignal, fährt der Parker nicht weg, wird die Polizei informiert – ganz einfach.“ Ein anderes Anwendungsbeispiel? Geschäfte in der Innenstadt bieten Rabatte an. Über eine App werde ich beim Vorbeigehen über die jeweiligen Angebote informiert. Toll! Stefano strahlt. In einer Tour sprudeln die Einsatzmöglichkeiten aus ihm heraus und es ist unmöglich, nicht begeistert zu sein.

Die Technologie wurde für den Bereich der Robotik entwickelt. Aber da wusste am Ende keiner so richtig etwas damit anzufangen. Stattdessen interessierte sich die Lichtindustrie für die Möglichkeiten. Das war im Dezember 2010. Seitdem geben die Anfragen von Kunden die Lösungen vor. „Jemand hat ein Problem – wir liefern die Lösung“, erklärt Stefano die Funktionsweise der Kundengewinnung. Zugegeben, ganz so einfach wie es klingt ist es natürlich nicht. „Wir verkaufen ja keine Kartoffeln“, räumt Stefano ein. Ein bisschen erklären muss man dann am Ende halt doch. Ihre Vorteile gegenüber den Großen am Markt? „Na, wo andere erst mal kilometerweit Kabel verlegen müssen, installieren wir Sender – fertig. Das ist nicht nur unaufwendiger, sondern auch noch kostengünstiger.“ Klar. Der europäische Markt dürfte den smarten Jungs sicher sein. Wir Bremer jedenfalls sind schon mal hin und weg.

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