Unsere Jury im Portrait

Als Geschäftsführer der swb Vertrieb Bremen GmbH hat Alexander Kmita einen genauen Blick auf den Markt. „Wir haben uns vorgenommen, das Thema ‚neue Geschäftsideen’ mehr in den Fokus zu rücken.“ Denn die Welt drehe und entwickle sich weiter, so Kmita. Die Bedürfnisse der Kunden ändern sich und Technologien ermöglichen Neues. Logisch also, dass junge Unternehmen entstehen. „Wenn bestehende Unternehmen dies fördern, um am Ende gemeinsam erfolgreich zu sein, kann sich Erfahrung mit dem Mut, neue Wege zu gehen, sehr gut ergänzen“, glaubt der Geschäftsführer. Schlussendlich habe jede Unternehmensform Vor- und Nachteile. Ein Startup hat die Chance, Ideen schnell umzusetzen und Dinge einfach auszuprobieren, ggf. den eingeschlagenen Weg noch mal zu korrigieren. Etablierte Unternehmen können das nicht immer ganz so einfach. „Gleichzeitig glaube ich, dass wir uns auch immer etwas von einem Startup und der dort gelebten Kultur abgucken können“, betont Kmita.

Im kraftwerk – city accelerator bremen haben zunächst vor allem Gründerinnen und Gründer den Vorteil, neben einer finanziellen Unterstützung, mit Management-Kompetenz und letztlich auch angemessenen Räumlichkeiten unterstützt zu werden. Zudem könne das entsprechende Netzwerk aller Beteiligten ein Vorteil sein, der die Geschäftsidee erst zum Fliegen bringe, meint Kmita. Den Mehrwert aber sieht er nicht nur auf Gründer-Seite. Bestehende Unternehmen sollten sich und ihre Geschäftsmodelle ebenso weiterentwickeln. „Das sollte nach der Startup-Phase ja nicht aufhören. Ich finde es wichtig, dass sich Startups und etablierte Unternehmen, die auf der Suche nach neuen Geschäftsideen sind oder bestehende Geschäftsmodelle weiterentwickeln wollen, immer wieder in den direkten Austausch begeben“, unterstreicht er.

Was es zum Unternehmertum und Start in den Markt braucht? Wichtige Voraussetzung ist neben der Idee vor allem die Fähigkeit, das eigene „Brennen“ für das Thema vermitteln zu können. Und Gründende sollten idealerweise auch die Kompetenz ausstrahlen, ein schlagkräftiges Team aufstellen und dieses gemeinsam zu Ergebnissen führen zu können, so Kmita.

Ihm selbst komme im Alltag durchaus auch die ein oder andere Idee, bei der er schon mal gedacht habe, hier könne was gehen. Da er seinen eigentlichen Job aber mit Herzblut ausfülle, hab es zumindest bisher vor allem an Zeit gemangelt, eine Idee im Sinne einer Selbstständigkeit einmal ‚richtig’ anzugehen. „Umso schöner ist es, dass ich in meiner beruflichen Rolle Menschen bei ihren Ideen im Sinne der Startup-Förderung begleiten kann.“

 

Sein Gründer-Tipp:

„Eine gute Geschäftsidee ist sicher Grundvoraussetzung für das Potential eines Startups, aber ohne die richtige Persönlichkeit ist alles nichts. Niemals aufzugeben, immer hoch motiviert zu sein, Leidenschaft und Begeisterung auszustrahlen, das sind für mich wichtige Qualifikationen – neben dem fachlichen Know-how.“

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