Unsere Jury im Portrait

„Als mein Chef mich gefragt hat, ob ich das Mercedes-Benz Werk Bremen in der Jury der SMART TECH TROPHY vertreten möchte, brauchte ich nicht zu überlegen“, sagt Markus Völkel lachend. Völkel ist Werksprojektleiter für Neutypprojekte und verfolgt mit großem Interesse technische Entwicklungen. Spannend seien für ihn insbesondere unkonventionelle Ideen und die kämen häufig von Startups, so Völkel. „Wenn man sich die Herausforderungen der Menschheit, Digitalisierung oder Globalisierung, ansieht, sind an vielen Stellen schnelle und vielleicht manchmal auch unkonventionelle Lösungen angebracht.“ Den entscheidenden Vorteil der aktuellen Startup-Generation sieht er vor allem in der Art des Umgangs mit Themen wie der Digitalisierung der Arbeitswelt und des Privatlebens. Digitale Vernetzung oder auch permanente digitale Erreichbarkeit sind inzwischen selbstverständlich. Das Smartphone ist der permanente Begleiter und zum universalen Informations- und Unterhaltungsinstrument geworden. Nicht nur daraus ergeben sich für Startups mit ihren neuen Ideen große Möglichkeiten. „Wir wären doch schlecht beraten, wenn wir diese Ideen nicht fördern und nutzen würden“, so Völkel. Im kraftwerk sieht er dafür die besten Voraussetzungen. „Die Kombination aus finanzieller Unterstützung und dem Mentoring macht meiner Meinung nach den Unterschied“, denn oftmals helfe ein Türöffner in Form eines richtigen Ansprechpartners mehr als Geld.

Er selbst startete vor über 20 Jahren einen Startup-Versuch. Zusammen mit einem Freund entwickelte er ein digitales Zündsystem, das den Aufbau von Feuerwerken vereinfacht und die Sicherheit damit deutlich erhöhte. Gemeinsam meldeten sie ihre Erfindung zum Patent an. „Zuerst sah es auch gut aus, bis sich dann kurz vor Ende der Veröffentlichungsfrist das Unternehmen Walt Disney gemeldet hat. Disney hatte etwas Ähnliches im Disney-Land Paris im Einsatz. Obwohl wir der Meinung waren, dass unsere Idee nicht mit dem System von Disney vergleichbar war, haben wir damals aus verständlichen Gründen auf eine rechtliche Auseinandersetzung mit Disney verzichtet. Das Patent wurde nicht erteilt und unsere Startup-Pläne waren beendet. Den Prototypen, den wir damals gebaut haben, gibt es heute noch und er funktioniert auch noch.“

Sein Gründer-Tipp:

„Neben überzeugtem Auftreten und Durchhaltewillen braucht es manchmal auch eine kleine Portion Naivität. Denn wenn jeder vorher genau wüsste, was alles schief gehen kann, würden vermutlich viele Ideen erst gar nicht angepackt werden.“

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