niore – Auch wenn’s dauert, dran bleiben!

Ja, auch wenn wir es nicht gerne hören: Manche Dinge brauchen Zeit. Entwicklung beispielsweise. Die ist nicht mal eben so gemacht. Leider. Die Erfahrung machte auch Miroslav Novák.

Es ist lange her, dass er vor einem Windrad stand und dachte „Das ist keine so gute Lösung.“ Sensoren, Computer, Motor – es braucht zuviel, um die Anlage immer wieder optimal auszurichten, befand der Absolvent der raketenwissenschaftlichen Militärakademie der Tschechischen Republik. Seine Idee: ein sich selbst justierendes Windrad. Miro entwickelte, berechnete, bastelte, stellte einen ersten Prototyp in den heimischen Garten – und stieß auf neue Herausforderungen. Der Knackpunkt: die Achse. Zu viel Masse, zu viel Reibungsenergie, zu hohe Drehgeschwindigkeiten. Die Lösung: Raus aus der Luft, rauf aufs Wasser. Guter Gedanke. Also, neue Runde. Wieder entwickeln, neu berechnen, basteln, optimieren. Geht doch! Die Idee begeistert, die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Dann die nächste Hürde. Für den Bau des Prototyps braucht es Geld, für die Testphase einen Ort, für die Idee überzeugte Mitstreiter … Und dann steckt man plötzlich fest. Die Dinge scheinen endlos, es braucht noch mehr Zeit als geplant, noch mehr Mühe als gedacht, mehr Geduld als man aufbringen kann – und Hinschmeißen scheint für einen Moment als verlockende Möglichkeit. „Da muss man durch“, sagt Miro und lacht. „Man muss ein Bulldog sein. Diese Hunde verbeißen sich in etwas und lassen nicht mehr los. Egal, was passiert.“ Ja. Dinge brauchen manchmal ihre Zeit. Mitunter viel Zeit. In diesem Sinne: sortieren, optimieren und das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Miroslav hat das Förderprogramm im Juni verlassen und geht nun eigene Wege. Wir sind dankbar für sein Vertrauen und drücken ihm, für die Umsetzung seiner Geschäftsidee, fest die Daumen!

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