Deutschlands Startups – Im Land der Gründerwüste?

Wir wollen vor allem eines: Deutschlands Gründerszene ordentlich in Fahrt bringen. Denn Gründer gibt es viel zu wenige hier im Land der Denker. Statt Nagelstudios und Frisörsalons? Traut euch was Neues! Denkt innovativ, ohne Grenzen und ignoriert alte Strukturen – erst dann kann etwas wirklich Großes entstehen.

Die nackten Fakten: Fast 50.000 neue Stellen werden in Deutschland durch Startups in diesem Jahr entstehen, die Zahl der Gründerinnen steigt und – ein motivierender Nebeneffekt – die Lebenszufriedenheit von Gründern ist besonders hoch. Erfragt hat das im vergangenen Jahr der Deutsche Startup Monitor. Klingt doch gar nicht so schlecht, oder? Wo doch alle Welt, also hier im Lande, von der „Gründerwüste“ spricht, und wie schwer es ist, ein Startup zu sein und Fuß zu fassen in der verknöcherten Welt der Konzerne, und ach, die Finanzierung erst! Und überhaupt. Am schlimmsten ist ja die Angst. Die Angst vor dem Scheitern. Das sieht man im Land der Leistungsträger ja gar nicht gerne. Scheitern! Ehrlich: Herausforderung nicht gemeistert? Unternehmen nicht zum Laufen gebracht? Uhhh, nicht gut. Da stimmt ja dann irgendwas nicht. Ja, manchmal stimmt etwas nicht – na und? Dann muss es eben anders gehen. Wie war das noch: Der Gründer von Paypal, Max Levchin, hat fünf Unternehmen gegründet – vier davon sind den Bach runtergegangen. Das fünfte war Paypal. Trotzdem, denken wir jetzt, Scheitern ist doch immer auch Versagen. Und das geht gar nicht. Ehrlich. Da bewegt man sich doch besser gar nicht. Oder?

Nun, die besten Ideen sind jene, die entstehen, wenn man sie gar nicht gesucht hat. Oder es ist gleich die aller erste und sie fällt einem in den Schoss. Geht auch. Wurscht. Die wievielte es auch sein mag, man hat eine Idee und glaubt fest an sie und verfolgt sie mit Leidenschaft und Überzeugung um jedes Hindernis herum. Dann klappt es. So. Das machen immer mehr, auch hier in Deutschland, obwohl es angeblich so schwierig ist. Und das Beste: Mittlerweile muss man nicht zwingend in Berlin, München oder Hamburg leben, um ein optimales Biotop für sein Startup zu finden. Nein. Immer mehr Förderprogramme, Coworking-Spaces und Gründernetzwerke entstehen auch abseits der Metropolen. Wie zum Beispiel hier bei uns in Bremen. Wie zum Beispiel das kraftwerk. Da ist man mittendrin und wird fit gemacht fürs Durchstarten. Von wegen Gründerwüste!

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