Das Ziel im Blick

Wie richte ich mein Unternehmen konsequent an den Bedürfnissen des Marktes aus? Was möchte meine Zielgruppe? Was brauchen meine Nutzer? Und welche Haltung, welche Ziele stecken hinter meiner Marketingstrategie? Marketing ist die Kunst, das Ohr immer direkt an den Wünschen der Kunden zu haben, Veränderungen und Bedürfnisse zu erkennen, um das eigene Unternehmen im Wettbewerb erfolgreich zu positionieren.

Steffen Kellner, Partner der Agentur ignore gravity, ist Experte in der Kunst, Marken zum Fliegen zu bringen. Lange Jahre war er für die Strategie des Unternehmens Red Bull im In- und Ausland verantwortlich – Marketing Deluxe sozusagen. In einem Workshop gab er unseren Startups praktische Anleitung dazu, wie sie für ihre Zielgruppe und ihren Markt eine Marketingstrategie entwickeln können.

Eine Herausforderung, die nicht nur für Startups keine leichte Aufgabe darstellt. Schwierigkeit Nummer 1: Unklarheit von Begrifflichkeiten und der Umgang damit. Welche Perspektiven gibt es? Was sind die bestehenden Ansichten, die Charakteristiken des Unternehmens und der Menschen dahinter, welche Prozesse gibt es, welche Präferenzen und Bedürfnissen? Und wie geht man mit diesen sogenannten „Insights“ um? Schwierigkeit Nummer 2: Formulierung von Zielen und ihre Messbarkeit. „Meist gibt es eine niedrige Trennschärfe zwischen Zielen und den angestrebten Maßnahmen“, weiß Steffen. Frage man nach Zielen, bekomme man meist den Ablauf und Hergang der Maßnahmen referiert. „Das ist etwa so, als wenn man sich über eine Landkarte bewegt und das Ziel nicht präzise formuliert – da wird das Ankommen eher schwierig.“

Von den Startups erwartet er nach fast einem Jahr der Beschäftigung mit ihren Unternehmen, ihren Zielen und Vorstellungen, klare Geschäftsmodelle definieren zu können. Die Zusammenarbeit mit Jungunternehmerinnen und -unternehmern bietet für Steffen einen besonderen Reiz. Die große Dynamik, ihre Art und Weise und die hohe Geschwindigkeit, mit der sich Gründerinnen und Gründer bewegen, sei das eine, das andere ihre positive Fehlerkultur. „Sie sind offen und mutig, Fehler zu machen. Sie gestehen sie sich sofort ein, steuern dann gegen und wissen diese Fehler als Antrieb zu nutzen. Das steht im klaren Gegensatz zu der Vorgehensweise in großen Unternehmen“, weiß Steffen.

Meist bedeuten Zusammentreffen mit Startups vor allem auch erfrischende Begegnungen mit interessanten Persönlichkeiten. „Sie haben ein klares inhaltliches oder technologisches Konzept und einen starken wirtschaftlichen Plan, wie sie ihr Produkt kommerzialisieren“, so Steffen. „Aber sie sind oft von Idealen getrieben und haben nicht nur einen schnellen und lukrativen ‚Exit‘ im Fokus. Sie wollen mit ihren Innovationen wirklich etwas erreichen.“ Das klingt nach einem guten Ziel.

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